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08.02.2021 / München

Landgericht München I verurteilt früheren kaufm. Geschäftsführer wegen Untreue zu zweijähriger Freiheitsstrafe

Der frühere, 2014 vom Unternehmen fristlos entlassene kaufmännische Geschäftsführer des Augustinum, W., ist am vergangenen Freitag (5. Februar) unter anderem wegen Untreue in einem besonders schweren Fall zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. In dem Strafverfahren vor dem Landgericht München I ging es um eine irregulär veranlasste Auszahlung in Millionenhöhe im Zusammenhang mit einem umfangreichen Immobilienverkauf des Unternehmens. Die Strafe wurde vom Gericht zur Bewährung ausgesetzt. Das Urteil ist, nachdem Angeklagter und Staatsanwaltschaft den Verzicht auf Rechtsmittel erklärt haben, bereits rechtskräftig.

Das Strafverfahren gegen drei weitere ursprünglich von der Staatsanwaltschaft angeklagte Personen außerhalb des Augustinum war bereits im Vorfeld der Verhandlung eingestellt worden – teilweise mit der Auflage erheblicher Geldzahlungen in sechsstelliger Höhe.

Das Unternehmen hatte 2014 nach der Entdeckung von Unregelmäßigkeiten selbst Strafanzeige gestellt. Unabhängig vom Strafprozess betreibt das Augustinum in einer ganzen Reihe von Zivilverfahren die Rückabwicklung der Verkäufe von noch elf betroffenen Immobilien weiter, ebenso verfolgt das Augustinum unverändert umfangreiche Schadenersatzforderungen gegen mehrere Beteiligte. Angesichts zahlreicher Beschlüsse und Urteile zugunsten des Augustinum, die vor verschiedenen Gerichten bereits erreicht wurden, ist das Augustinum weiterhin zuversichtlich, alle Immobilien zurückzuerlangen.

Auf den Betrieb des Augustinum und das Leben in seinen Häusern hat die Thematik weiterhin keine Auswirkungen. Die wesentlichen finanziellen Folgen hat das Augustinum bereits in seinem Jahresabschluss 2014 bilanziert und seither regelmäßig positive Jahresergebnisse im gewohnten Umfang erwirtschaftet. Laufend investiert das Augustinum in die Instandhaltung seiner Häuser und setzt auch große Zukunftsinvestitionen wie derzeit Sanierung und Neubau der Otto-Steiner-Schule und der zugehörigen Heilpädagogischen Tagesstätte im Münchner Norden oder einen großen Neubau am Stammsitz in München-Neufriedenheim mit einem Volumen von zusammen mehr als 75 Mio. Euro um.

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