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17.10.2017 / München

Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zur Anklageerhebung gegen vier Beschuldigte im Betrugsfall gegen das Augustinum

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 17.10.2017 über die Anklage der Staatsanwaltschaft München I gegen vier Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Betrugsfall, in dem sich die Augustinum Gruppe beim Verkauf von Immobilien geschädigt sieht. Zu diesem Bericht nimmt das Augustinum wie folgt Stellung.

Das Augustinum hat 2014 nach der Entdeckung von Unregelmäßigkeiten bei früheren Immobilienverkäufen selbst Strafanzeige unter anderem gegen einen früheren kaufmännischen Geschäftsführer des Unternehmens und gegen drei für die damalige Erwerberfirma Nordic Kontor handelnde Personen gestellt. Das Augustinum sieht sich heute in seinen Vorwürfen bestätigt.

Hintergrund ist der Kauf von insgesamt 14 Immobilien des Augustinum durch verschiedene Erwerbergesellschaften der Firma Nordic Kontor in den Jahren 2011 bis 2013. Das Augustinum veräußerte damals elf Immobilien; drei weitere erwarb Nordic Kontor von anderen Unternehmen, bei denen das Augustinum Mieter war. Nach heutiger Einschätzung des Unternehmens wurden dabei durch eine zwischengeschaltete Schweizer Treuhandgesellschaft und fingierte Rechnungen Gelder in illegaler Weise transferiert, auch um den damaligen (2014 verstorbenen) Vorsitzenden des Augustinum-Aufsichtsrates und den damaligen kaufmännischen Geschäftsführer zu bestechen.

Drei der ursprünglich betroffenen Immobilien (Bad Soden, Heidelberg und München-Nord) hat das Augustinum bereits im Frühjahr 2016 zurückerhalten. Alle übrigen Immobilien wurden durch die Staatsanwaltschaft schon im Zuge der Ermittlungen im Wege der Rückgewinnungshilfe beschlagnahmt; zudem hat das Augustinum die Grundstücke im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes grundbuchrechtlich gesichert. Das Augustinum ist zuversichtlich, auch diese Immobilien (Aumühle bei Hamburg, Bad Neuenahr, Bonn, Braunschweig, Dießen am Ammersee, Dortmund, Essen, Kassel, Roth bei Nürnberg, Stuttgart-Sillenbuch und Überlingen am Bodensee) zurückzuerlangen. Der Betrieb in den Häusern des Augustinum läuft seit der Entdeckung der Vorgänge 2014 ohne jede Beeinträchtigung weiter.

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